Gemeinsam lernen, entdecken und Zukunft gestalten – unser Studientag im Deutschen Technikmuseum

Am 29.09. war unser gesamtes Pädagogenteam – Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher – zu einem gemeinsamen Studientag im Deutschen Technikmuseum Berlin zu Gast.

In sechs vielfältigen Workshops konnten die Kolleginnen und Kollegen neue Lern- und Bildungsideen kennenlernen, selbst ausprobieren und gemeinsam überlegen, welche Impulse sich auf unseren Schulalltag und die Arbeit mit unseren Schülerinnen und Schülern übertragen lassen.

Sechs Workshops – vielfältige Perspektiven:

🏙️ SuperCity 3000 – Demokratiebildung und Städtebau

Im Workshop „SuperCity 3000“ ging es um die Stadt der Zukunft aus Kindersicht: Was braucht eine Stadt, damit Menschen gut in ihr leben können? Welche Herausforderungen bringt die Zukunft mit sich? Und wie können Kinder ihre Vorstellungen und Ideen einbringen?

Im Mittelpunkt stand ein lern- und experimentierorientierter Ansatz. Die Teilnehmenden konnten praktische Elemente ausprobieren, Modelle bauen und eigene Vorstellungen von einer zukünftigen Stadt entwickeln. Dabei wurden unter anderem Kinderrechte, Wohnen und Lebensräume sowie der Städtebau der Zukunft thematisiert.

💻 Kreatives Programmieren – Kids Digilab

Im Workshop „Kids Digilab – Kreatives Programmieren“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie digitale Werkzeuge kreativ genutzt und mit künstlerischem Gestalten verbunden werden können.

Die Teilnehmenden lernten verschiedene digitale Werkzeuge kennen, mit denen Kinder geometrische Formen, Muster und eigene Kreationen entwickeln können. Dabei wurde deutlich: Programmieren fördert nicht nur technische Kompetenzen. Wenn Kinder digitale Geräte programmieren, um beispielsweise eigene Zeichnungen und Gestaltungsideen umzusetzen, können sie ihre Kreativität ausdrücken, ihre zeichnerischen Kompetenzen erweitern und ihre räumliche Vorstellungskraft stärken.

Im Mittelpunkt standen ein kreativer Umgang mit Technik sowie erste Einblicke in die Funktionsweise von Programmiersprachen. Programmieren wurde dabei als kreativer Prozess erfahrbar: ausprobieren, gestalten, verändern und eigene Ideen verwirklichen.

Die Kolleginnen und Kollegen konnten eine ganz besondere Verbindung von Technik und Kreativität ausprobieren: Sie programmierten eine Nähmaschine mit Turtle-Stich und ließen sie nach eigenen Vorgaben Muster und Formen entstehen.

Dabei wurde auf kreative Weise erlebbar, wie Programmieren und Gestalten miteinander verbunden werden können.

⚙️ Technik live erleben

Technik nicht nur anschauen, sondern selbst ausprobieren und unmittelbar erleben – darum ging es in diesem Workshop.

Die Kolleginnen und Kollegen erhielten spannende Einblicke in technische Zusammenhänge und konnten verschiedene Angebote praktisch erproben. So wurde Technik auf eine anschauliche und handlungsorientierte Weise erfahrbar.

🔢 Mathe begreifen

Mathematik wurde handelnd und anschaulich erfahrbar. Im Mittelpunkt standen Materialien und Methoden, die mathematische Zusammenhänge begreifbar machen und dazu einladen, selbst zu entdecken, auszuprobieren und mathematische Ideen auf unterschiedlichen Wegen zu erschließen.

📜 Papier selbst herstellen

Ein besonderer Einblick bot sich beim Thema Papierherstellung. Martin Schröder, der seit rund 40 Jahren in diesem Bereich tätig ist, zeigte, wie Papier aus ganz unterschiedlichen Ausgangsmaterialien entstehen kann.

Gearbeitet wurde in einem ehemaligen Pferdestall. Die Teilnehmenden erfuhren, dass Papier traditionell unter anderem aus Lumpen hergestellt wurde, heute aber auch ungewöhnliche Materialien wie Elefantenkot, Eierkartons oder Baumwolle zum Einsatz kommen können. Für die Herstellung wurde unter anderem ein 18 Jahre altes Fass verwendet.

Der Workshop machte eindrucksvoll deutlich, wie aus scheinbar alltäglichen oder ungewöhnlichen Materialien etwas Neues entstehen kann – und wie sich handwerkliches Arbeiten, Nachhaltigkeit und kreatives Lernen miteinander verbinden lassen.

🔬 Schülerlabor „Meilensteine“

Im Schülerlabor „Meilensteine“ des Science Center Spectrum begaben sich unsere Kolleginnen und Kollegen auf die Spuren berühmter Forscherinnen und Forscher und beschäftigten sich mit spannenden Phänomenen rund um das Thema Elektrizität.

Dabei hieß es: selbst ausprobieren, experimentieren, beobachten und gemeinsam forschen. An verschiedenen Stationen konnten die Kolleginnen und Kollegen naturwissenschaftliche Zusammenhänge praktisch erkunden und eigene Erfahrungen mit unterschiedlichen Experimenten sammeln.

Das Schülerlabor zeigte dabei eindrucksvoll, wie forschendes und entdeckendes Lernen Schülerinnen und Schüler dazu anregen kann, naturwissenschaftlichen Phänomenen selbst auf den Grund zu gehen. Die gewonnenen Erfahrungen und Ideen bieten viele wertvolle Impulse für den eigenen Unterricht und machen Lust darauf, Naturwissenschaften gemeinsam mit den Kindern auf spannende Weise zu entdecken.

Der Studientag bot eine bunte Mischung aus Demokratiebildung, Technik, Informatik, Mathematik, kreativem Gestalten und forschendem Lernen. Besonders wertvoll war dabei der gemeinsame Austausch von Lehrkräften und Erzieherinnen und Erziehern.

Eine abschließende Nachbesprechung bot Gelegenheit für einen regen Austausch über die vielfältigen Eindrücke und Erfahrungen des Tages. Gemeinsam wurden Ideen gesammelt und Impulse für den eigenen Schulalltag diskutiert.

Bei herrlichem Sonnenschein ließen wir den Studientag schließlich bei einem gemeinsamen Essen in geselliger Runde ausklingen. Ein rundum gelungener Tag voller neuer Eindrücke, gemeinsamer Erfahrungen und inspirierender Gespräche!

Mit vielen neuen Eindrücken, Ideen und Anregungen ging es anschließend zurück an die Schule. Der Studientag hat gezeigt, wie wichtig es ist, selbst neugierig zu bleiben, Dinge auszuprobieren und neue Perspektiven kennenzulernen.

Gemeinsam für eine Schule, die neugierig macht, ausprobiert, Fragen stellt und Zukunft gestaltet.