Wie kann informatische Bildung schon in der Grundschule gelingen? Mit dieser wichtigen Frage beschäftigte sich der Fachtag „Früh übt sich – Informatik in Grundschulen“, an dem Vertreterinnen und Vertreter unserer Schule teilnahmen.
Eingeladen hatten die Gesellschaft für Informatik e. V., die Klaus-Tschira-Stiftung und Amazon Future Engineering. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Ergebnisse des Projekts „Informatik-Monitor Junior“. Die Studie untersucht, welchen Stellenwert informatische Bildung in den Grundschullehrplänen der einzelnen Bundesländer einnimmt.

Da unsere Schule als erste Grundschule in Berlin einen Schulversuch im Bereich Informatik durchführt, bot der Fachtag für uns eine ideale Gelegenheit, unsere Erfahrungen einzubringen und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung zeigte, wie wichtig es ist, Kinder frühzeitig an informatische Denkweisen heranzuführen und digitale Kompetenzen nachhaltig zu fördern.
Besonders deutlich wurde dabei auch die Bedeutung von Chancengerechtigkeit. Gerade im Grundschulalter sind Rollenbilder und die Zuordnung bestimmter Interessen oder Berufe zu einem Geschlecht häufig noch nicht verfestigt. Informatische Bildung eröffnet daher Mädchen und Jungen gleichermaßen die Möglichkeit, eigene Interessen und Fähigkeiten zu entdecken und Selbstvertrauen im Umgang mit digitalen Technologien zu entwickeln.
Darüber hinaus wurde die gesellschaftliche Bedeutung früher informatischer Bildung hervorgehoben. Kinder wachsen heute in einer digital geprägten Welt auf. Umso wichtiger ist es, digitale Medien nicht nur zu nutzen, sondern ihre Funktionsweisen zu verstehen und aktiv mitzugestalten. Informatikunterricht kann dazu beitragen, Schülerinnen und Schüler aus einer reinen Konsumhaltung herauszuführen und sie zu einem reflektierten, kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Technologien zu befähigen.
Neben der Vorstellung der Studienergebnisse bot der Fachtag zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch mit Fachleuten aus Bildungspolitik, Wissenschaft und Schulpraxis. Gemeinsam wurde diskutiert, wie informatische Kompetenzen altersgerecht vermittelt und noch stärker im Grundschulalltag verankert werden können.
Die Teilnahme lieferte wertvolle Impulse für unsere weitere Arbeit und bestätigte uns darin, den eingeschlagenen Weg der informatischen Bildung an unserer Schule konsequent weiterzugehen.

